Meinherz-Colours-EP-2016Über Colours

So bedeutend die Erlebnisse die Colours beschreibt, so gewaltig war der Entstehungsprozess des Debuts von Meinherz. Für den Musiker ist Songwriting derweil keine Aufgabe gewesen, die Melodie zu finden stand auf keiner Todoliste. Der Künstler hat auf der EP farbenreiche Gedanken zusammengetragen, die ihm auf der Wanderung durch das Leben gekommen sind.

Kein Song auf Colours entstand in diesen fünf Minuten, von denen Künstler gerne reden. Kein Tag in den zwei Jahren der Entstehung der Songs war vollkommen schwarz, keine Erfahrung einfach nur weiß. Die Stücke sind vielschichtig, mit Emotionen aufgeladen und die Stimmung des Prozesses fließt in die Aufnahme hinein. Es ist die erste Platte des independent Artists und so stand vor allem eins im Fokus: möglichst vieles ausprobieren, aus der bunten Welt der Musik. Daher befinden sich auf Colours sowohl symphonisch anmutende Stücke wie „Here All The Same“, in dem sich das Oldschool-Instrument Mellotron sowie ein Streicherensembles wiederfindet. Chuck Ragan-artige Stimmung erklingt in „Being Yourself“, Sounds die wie aus der Serie Breaking Bad gefallen zu sein scheinen.

Indiependent aber nicht allein

Für die Produktion holte sich Meinherz den israelischen Produzenten David Hason ins Studio. In der Zusammenarbeit entstanden die filmreifen Melodien und Arrangements, die sich sofort in das Gehör einnisten und die Geschichten tragen sollen. Bei Zino Mikorey Mastering gab es den letzten Schliff für die Platte. Das Werk ist zu 100% durch den Künstler selbst finanziert und komplett in Eigenregie entstanden. Indie ist hier noch wörtlich zu verstehen.

Meinherz ist mit seinem Werk nicht angetreten, um in der Musikwelt etwas vollkommen neues anzukündigen. Colours ist voller Zitate und Interpretationen. Aber dem Titel der Platte entsprechend zeigt der Künstler, dass im Zusammenspiel von Stilen etwas eigenes entsteht und eine ganz neue Perspektive auf die Musik möglich macht. Nicht mehr, nicht weniger.

Colours-Meinherz-2015-5Wer ist Meinherz?

Musik entfaltet seine Magie vor allem dann, wenn man sie mit Menschen teilt. Das gilt für den Mann hinter der Platte nicht nur im Studio so, sondern auch für live. Auf der Bühne mit fantastischen Bandkollegen vor der Bühne mit einem erwartungsvollem Publikum.

Meinherz verbrachte seine musikalische Jugend in einer wilden Mixtur aus Pearl Jam, Tupac, Bad Religion, Guns´n´Roses und Gangstarr. Mit der Zeit kam etwas Ruhe in das Gehör des Berliners. Die Geschichten von Nick Cave oder Bob Dylan prägten mehr und mehr das Songwriting des Musikers, der eigentlich mal Rapper werden wollte, als Lehrer arbeitete und sich später als Journalist vor allem auf das Zuhören und Schreiben konzentrierte. Es ist das Menschliche mit all seinen Facetten, dass im Zentrum seiner ganzen Musik steht.

“Am Ende muss jeder Song für sich alleine stehen können. Nur Songs, die ohne Effekte und Bling-Bling funktionieren haben die Kraft beim Hörer etwas zu bewirken. Davon bin ich fest überzeugt.”

Der Berliner Songwriter Meinherz ist ein ruhiger und gelassener Typ. Hört man ihm beim Reden zu oder sieht man ihn bei einer seiner Live-Shows spürt man jedoch sofort: „Stille Wasser sind tief“ und da steckt eine ansteckende Energie in dem Kerl. Die Musik entspricht dann auch genau diesem Bild: In sich ruhend, um dann plötzlich und bestimmt zu explodieren und mitzureißen. Ein paar verzerrte Gitarren hier, ein wenig Folk dort oder auch einfach mal nur Akustikgitarre. Dazu eine tiefe Stimme, melancholische Texte und eingängige Harmonien, die doch immer wieder die Schiene der seichten Gefälligkeit verlassen – Das sind die Markenzeichen des Berliner Songwriters Stephan Meinherz.

 

 

 

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English short

Stephan Meinherz startet the solo project Meinherz in early 2014. His songs have calm tone but are always about to jump like a big cat. Stephan always criticised being locked up in between boarders of genres of the bands he was a part of. With Meinherz he now takes the step forward to do what he wants to do: music in each and every way his writing carries him. His organic songwriting and melancholic sounds are a pleasant basis for true and honest records and live shows. Definitely no easy listening, but once you take a deeper look you´re going to see all the pictures.